ÖSTERREICHISCHE AUSBILDUNGSGESELLSCHAFT
FÜR TRADITIONELLE CHINESISCHE MEDIZIN (TCM)
April 2013
TCM-Fachseminare
Kursreihe an drei Wochenenden: Seminare A,B,C
Ausgebucht! Nur mehr Warteliste möglich. Nächste Kursreihe ist in Planung und wird hier bekanntgegeben
Westliche Heilkräuter - Rezepturen für Syndrome der TCM Die Diagnostik nach der Traditionellen Chinesische Medizin wird immer beliebter und somit auch die chinesische Phytotherapie. So werden auch sogenannte westliche Kräuter nach Kriterien der TCM beschrieben und in der Behandlung eingesetzt.
In diesen Kursen werden Rezepturen aus westlichen Kräutern beschrieben. Diese Rezepturen sind nach Syndromen entsprechend den TCM Syndromen (wie z.B.: Blut-Mangel, Yin-Mangel, Feuchte-Hitze, etc.) angeordnet. Mit Absicht sind die Rezepturen nach TCM Syndromen und nicht nach schulmedizinisch definierten Krankheitsbildern geordnet.
Klassische TCM-Rezepturen zeichnen sich durch ihren Aufbau aus: Die meisten Rezepturen enthalten zumindest drei der vier Hauptbestandteile:
Argumente, die dafür sprechen, westliche Kräuter nach TCM-Kriterien einzusetzen:
1.Die meisten unserer Kräuter wachsen in der unmittelbaren Umgebung. Manche finden wir sogar in unserem eigenen Garten. 2.Sie sind leicht zu beziehen und billiger als die chinesischen Kräuter. 3.Sie können kontrolliert angebaut werden. 4.Die gesetzliche Zulassung ist geregelt. 5.Sie können entsprechend den TCM-Kriterien nach einer Diagnosefindung, die aus einem ärztlichen Anamnese-Gespräch sowie den Methoden: Zungendiagnostik und Pulsdiagnostik besteht, präzise eingesetzt werden.
Obwohl die Teilnahme an sämtlichen 3 Seminaren empfohlen wird, können auch einzelne Seminare besucht werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Grundlagen wie beispielsweise der Aufbau einer TCM-Rezeptur, die richtige Dosierung, Darreichungsformen der Kräuter, Dauer der Verschreibung, Anwendung bei Kindern, Toxikologie etc. nur während des ersten Seminares im Detail besprochen werden.
Bei jeder der zu besprechenden Rezeptur sind die einzelnen Kräuter mit entsprechender Tagesdosis in Gramm pro Tag angeführt; danach folgen Wirkung, Indikation und entsprechende westliche Krankheitsbilder sowie der Zungen- und Pulsbefund stichwortartig. Um das Verständnis zu vertiefen, wird sowohl der Aufbau als auch die Wirkung der einzelnen Kräuter der jeweiligen Rezeptur erklärt.
Alle Kursteilnehmer/Innen erhalten zusätzlich zu den Skripten am ersten Wochenende eine Zusammenfassung von mehr als 200 westlichen Kräutern. (Bei jedem Kraut werden neben dem deutschen Namen auch der pharmazeutische Name sowie Geschmack, thermische Wirkung und Organzuordnung angeführt.)
Um die Kurse nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch zu gestalten, werden wir einige Kursteilnehmer (freiwillig!) nach den Kriterien der TCM diagnostizieren und ihnen eine entsprechende Rezeptur zusammenstellen.
Teilnahmevoraussetzung: Um den Kurs optimal gestalten zu können, werden gute TCM-Kenntnisse vorausgesetzt.
Wir werden uns mit dem Erstellen zahlreicher Rezepturen beschäftigen. Aus diesem Grund wäre es wünschenwert, wenn den KursteilnehmerInnen die Wirkungen der wichtigsten Einzelkräuter vor dem Beginn der 3 Wochenenden bereits vertraut wären.
Die Kursinhalte im Überblick:
Seminar A: Samstag, 27. und Sonntag, 28. April 2013 1.Rezepturen gegen äußere Wind-Kälte 2.Rezepturen gegen äußere Wind-Hitze 3.Rezeptur, die die Oberfläche öffnet bei Kopf- und Nackenbeschwerden 4.Rezeptur, die Hitze in der Qi-Schicht ausleitet 5.Rezeptur, die Hitze aus den Organen ausleitet 6.Rezepturen, die Toxische-Hitze ausleiten
Seminar B: Samstag, 05. und Sonntag, 06. Oktober 2013 7.Rezeptur, die Hitze nach unten ableitet 8.Rezepturen, die harmonisierend wirken 9.Rezepturen, die die Diurese anregen und Feuchtigkeit ausleiten 10.Rezepturen, die Feuchte-Hitze ausleiten 11.Rezeptur, die Wind-Feuchtigkeit ausleitet 12. Rezepturen, die das Qi tonisieren
Seminar C: Samstag, 15. und Sonntag, 16. Februar 2014 13. Rezepturen, die das Blut tonisieren 14. Rezeptur, die Qi und Blut tonisiert 15. Rezepturen, die das Yin nähren 16. Rezepturen, die das Yang tonisieren 17. Rezeptur, die den Qi-Fluss unterstützt 18. Rezepturen, die die Blut-Zirkulation anregen
Literaturempfehlungen: Ploberger Florian, Das Grosse Buch der Westlichen Kräuter aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin, Bacopa Verlag Ploberger Florian, Westliche Kräuter aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin, Bacopa Verlag Ploberger Florian, Westliche und traditionell chinesische Heilkräuter. Die 50 wichtigsten Rezepturen, Urban & Fischer Elsevier Ross Jeremy, Westliche Heilpflanzen und Chinesische Medizin - Kombination und Integration, Verlag Systemische Medizin Ross Jeremy, Westliche Heilpflanzen und Chinesische Medizin. Eine klinische Materia Medica. 120 westliche Heilpflanzen und ihre therapeutische Anwendung, Verlag Systemische Medizin
Das BACOPA BILDUNGSZENTRUM ist eine seit 2003- vom Land OÖ, dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, dem Land Kärnten und Salzburg - zertifizierte Erwachsenenfortbildungseinrichtung und ermöglicht so den Teilnehmenden individuelle finanzielle Förderungen. Informieren Sie sich bitte bei den jeweiligen Stellen.
Wann? Samstag, 27. und Sonntag, 28. April 2013 Kurszeiten: Samstag 9.00 bis 13.00 und 14.30 bis 17.00 Sonntag 9.00 bis 13.00
600,- Euro inkl. 20% Mwst bei Buchung aller drei Blöcke 220,- Euro inkl. 20% Mwst Einzelseminar
Anmeldungen: ab sofort bei: Bacopa Seminare,
Waidern 42, A-4521 Schiedlberg, Österreich.
Beschränkte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen
(AGB-LVA) der Bacopa für Seminare und Fortbildungen.
Dr. med. univ. Florian Ploberger B. Ac., MA Medizinstudium und Turnus in Wien. Bachelor in Akupunktur der K.S. Universität (USA); 4 Semester Sinologie-Studium; Studienaufenthalte China (TCM-Universität in Peking und Chengdu) sowie Indien (LTWA - Library of Tibetan Works & Archives, Men-Tsee-Khang (Institut für tibetische Medizin und Astrologie in Dharamsala, Nordindien)). Seit 2004 Studium der Tibetologie an der Universität Wien (Master 2012). Mehrere Bücher veröffentlicht. (Schwerpunkte: Westliche Kräuter aus Sicht der TCM sowie Tibetische Medizin). Präsident der Österreichischen Ausbildungsgesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin (ÖAGTCM) und Leiter des BACOPA-Bildungszentrums.
2007 Vortragstätigkeit am Men-Tsee-Khang. Seit 2007 Universitätslektor an der Wiener Universität. 2009 wurde er offiziell von der Exilregierung der Tibeter mit der Übersetzung der ersten beiden Teile des bedeutendsten Werkes der tibetischen Medizin (rGyud-bZhi, deutscher Titel: Vier Tantren der Medizin) beauftragt. Im Jahr 2011 folgte der Auftrag für die Übersetzung des letzten Teiles.
2010 Lehrtätigkeit am Institute of South and Central Asia der Prager St. Charles University, 2011 ein Gastvortrag am Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien Bereich Sinologie, 2012 ein Gastvortrag an der Medizinischen Universität Wien.
Herr Dr. Ploberger unterrichtet seit 2000 im Bacopa Bildungszentrum.